AMS Salzburg: 2016 brachte Erholungspause auf dem Arbeitsmarkt

Bild: AMS/Petra Spiola

Während zum Jahresende 2015 noch keine Anzeichen einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt in Sicht waren, setzte im ersten Quartal vorerst ausschließlich in den westlichen Bundesländern eine von den Prognosen eher unerwartete Erholung ein.

Im Jahresschnitt 2016 waren  in Salzburg 14.870 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 3,8 Prozent oder 580 Personen weniger als im Jahr zuvor. Rechnet man die ebenfalls gesunkene Zahl an 2.710 Schulungsteilnahmen ein, dann beträgt der Rückgang 4,1 Prozent.

Gleichzeitig ist die unselbständige Beschäftigung um 1,3 Prozent auf rund 250.000 Dienstverhältnisse gestiegen. Daraus resultiert eine Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent (nach nationaler Berechnungsmethode). Das ist nicht nur die niedrigste Quote bundesweit, sondern ein Wert deutlich unter dem österreichweiten Durchschnitt von 9,1 Prozent.

Diese Daten gab der Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg,  Siegfried Steinlechner, heute anlässlich eines gemeinsamen Pressegesprächs mit dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Salzburg, Konrad Steindl und dem Arbeiterkammerpräsidenten Siegfried Pichler bekannt. Steinlechner sieht als Ursache der positiven Situation eine günstigere konjunkturelle Entwicklung, die in Form eines Abbaus der Arbeitslosigkeit vor allem in der Warenproduktion und im Bauwesen, aber auch in Dienstleistungsbranchen ihren Niederschlag findet.“ Dazu sei noch die Zahl der dem AMS zur Besetzung gemeldeten offenen Stellen um fast 42 Prozent auf 4.185 im Jahresschnitt gestiegen, so der Salzburger AMS-Chef.

Im Bauwesen war der Arbeitslosenrückgang mit einem Minus von neun Prozent, in der Warenherstellung mit einem Minus von 8,2 Prozent besonders ausgeprägt. Aber auch das Hotel- und Gastgewerbe baute mit minus 4,8 Prozent Arbeitslosigkeit in überproportionalem Ausmaß ab.

Ebenfalls deutlich rückläufig war die Jugendarbeitslosigkeit bis 24 Jahre (-6,7%), während bei Älteren ab 50 Jahre ein, wenn auch gebremster, Zuwachs (+1,7%) zu verzeichnen war. Männer (-4,7%) profitierten von der Entwicklung in höherem Ausmaß als Frauen (-2,5%).

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit erstreckte sich auf alle Bezirke, mit Ausnahme des Flachgaus. Im Lungau sind die Vormerkungen um 9,0 Prozent auf 560 Personen gesunken, im Pongau um 7,7 Prozent auf 2.193 Personen, im Pinzgau um 6,6 Prozent auf 2.513 Personen, im Tennengau um 4,5 Prozent auf 1.447 Personen und in der Landeshauptstadt Salzburg um 1,8 Prozent auf 5.268 Personen. Im Flachgau blieb die Arbeitslosenzahl mit 2.890 Personen unverändert.

„Bei der aktuell günstigen Entwicklung handelt es sich nach den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute aber eher um eine Atempause als um einen nachhaltigen Trend der Entspannung“, schränkt Steinlechner ein. Für das laufende Jahr wird wieder mit steigender Arbeitslosigkeit gerechnet, wenn auch in Salzburg nur um etwa ein Prozent. Bei weiterhin steigender Beschäftigung sei ein Halten der Arbeitslosenquote auf derzeitigem Niveau möglich, erwartet man beim AMS Salzburg.

 

Kontakt:
Siegfried Steinlechner
Landesgeschäftsführer
T. 0662 8883-7002

Foto: AMS/Spiola